Stiftung Warentest: Lidl-Heckenschere Florabest FHT 600 A1 “kein Schnäppchen” (2.8.2011)

5. August 2011

Fazit des Schnelltests der Stiftung Warentest:
“„Zur optimalen Pflege von Hecken und Sträuchern“ [Anmerkung: Wie von der Lidl-Werbung versprochen] ist die elektrische Heckenschere von Lidl definitiv nicht geeignet. Nur Hecken aus Weichholz wie Thuja schneidet sie problemlos in Form. Bei härteren Gehölzen kommt sie schnell an ihre Grenzen. Dort reißt sie mehr als dass sie schneidet. Die Astenden zerfasern und brechen ab. In Punkto Sicherheit besteht ebenfalls Nachholbedarf: Hersteller sollten elektrische Heckenscheren immer mit vormontiertem Handschutz ausliefern. Das fordert nicht das Gesetz, aber die Sicherheit. Fazit: Die Florabest FHT 600 A1 ist trotz ihres günstigen Preises kein Schnäppchen.”
Hier geht es zum kompletten Test:
http://www.test.de/themen/haus-garten/schnelltest/Heckenschere-von-Lidl-Ausgefranste-Aeste-4263015-4263017/

HAZET warnt vor Plagiat eines HAZET-Steckschlüssel-Satzes

6. Juni 2011

Die Firma HAZET-WERK Hermann Zerver GmbH & Co. KG warnt auf ihrer Internetseite vor einem Plagiat eines ihrer Steckschlüssel-Sätze. Diese wurden im März und April 2011 in Deutschland/Großbritannien/Spanien
über eBay und direkt über Pkw an Werkstätten vetrieben. Ursprung der Fälschungen ist China.
Weitere Informationen, u. a. darüber, wie sich Original und Plagiat unterscheiden, stehen unter http://www.hazet.de/plagiate-neu/

Arbeiterkammer Burgenland (Österreich): Gefährliche Stoffe im Werkzeug

9. Februar 2011

Pressemitteilung der Arbeiterkammer Burgenland vom 25. Januar 2011:“Das Umweltbundesamt hat im Auftrag der Arbeiterkammer Burgenland 17 Heimwerkerprodukte auf gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe überprüft.
Die Ergebnisse sind bedenklich. Die Details der Untersuchung stellen die AK Burgenland und das Umweltbundesamt in einer gemeinsamen Pressekonferenz vor.

Hammer, Zange, Schraubenzieher - diese Produkte finden sich in jedem Haushalt. Doch Vorsicht! Viele Werkzeuge enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe! Das zeigt der aktuelle Test, den das Umweltbundesamt im Auftrag der Arbeiterkammer Burgenland durchgeführt hat. Von 17 Produkten wurden 9 mit mangelhaft oder nicht genügend bewertet und sind daher für den längeren Kontakt mit der Haut nicht geeignet. 3 Produkte waren sehr hoch mit krebsauslösenden PAK belastet und 5 Produkte wiesen hohe Konzentrationen des Kunststoffweichmachers DEHP auf.

Die Tester der AK haben in 6 Baumärkten, insgesamt 17 typische Heimwerkerprodukte eingekauft und das Umweltbundesamt mit der Analyse auf gesundheitsgefährdende Stoffe beauftragt. Die ExpertInnen hatten dabei krebsauslösende PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und den Kunststoffweichmacher DEHP, Di(2-ethylhexyl)phthalat, im Visier.”


„Besonders ärgerlich sind die Testergebnisse angesichts der Tatsache, dass das Problem seit Jahren bekannt ist“, meint Dr. Eva Schreiber, die Leiterin der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Burgenland. Analysen von mehr als 5.000 Verbraucherprodukten durch Labors in der EU haben gezeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der Produkte PAK enthält.

Auf Basis dieser Ergebnisse hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in Deutschland gemeinsam mit anderen deutschen Bundesbehörden ein Beschränkungsdossier erstellt und an die Europäische Kommission übermittelt. Ziel ist, auf EU-Ebene zu bewirken, dass die Verwendung dieser gesundheitsschädlichen Substanzen in einer Vielzahl von Produkten beschränkt oder verboten wird.

Denn während PAK in Stoffen und Zubereitungen für die Allgemeinheit nicht über einer Konzentration von 0,1% enthalten sein dürfen, ist der Gehalt der PAK in Verbraucherprodukten jedoch - mit Ausnahme von Autoreifen - nicht reguliert.

Zur Problematik der PAK und DEHP meint Dr. Sabine Cladrowa, Leiterin der Abteilung Chemikalien im Umweltbundesamt: „PAK und DEHP sind ein Risiko für Mensch und Umwelt. Sie gelangen hauptsächlich durch den Hautkontakt in den Körper. PAK können das Krebsrisiko erhöhen und DEHP auch den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Zudem belasten PAK- und DEHP-haltige Produkte nach ihrem Gebrauch als Abfälle die Umwelt.“.

Tipps für Konsumenten:

  • Es gibt keine eindeutigen Erkennungszeichen dafür, dass Werkzeuge PAK enthalten.
  • Als mögliche Hinweise gelten ein penetranter Geruch, weicher, schwarzer Gummi und ein niedriger Preis.
  • Ein penetranter Geruch ist aber nur ein Hinweis auf gefährliche PAK. Stark riechende Produkte können auch unbelastet sein. Umgekehrt können Produkte, die neutral riechen, PAK enthalten.
  • Der Preis ist ein weiterer möglicher Hinweis auf eine Gefährdung durch PAK. Der aktuelle Test zeigt, dass es auch günstige Produkte gibt, die keine Schadstoffe enthalten.
  • Im Zweifelsfall gilt: Ist ein Produkt billig und der Griff aus weichem, stechend riechendem Gummi – lassen Sie das Produkt im Regal!
  • Zumindest aber tragen Sie bei der Verwendung Handschuhe, denn PAK sind gut fettlöslich und werden so von der Haut leicht aus den Gummiteilen gelöst. Fetthaltige Handcremes verstärken den Effekt.”
  • wolfcraft: Freiwilliger Warenrückruf

    8. November 2010

    Freiwilliger Warenrückruf:
    wolfcraft Diamant-Trennscheibe Classic-Universal
    Ø 230 mm für Winkelschleifer

    Kempenich, 03. November 2010. Die wolfcraft GmbH startet heute eine freiwillige europaweite Rückrufaktion seines Elektrowerkzeug-Zubehörs Diamant-Trennscheibe Classic-Universal mit dem Durchmesser 230 mm und der Artikelnummer 1611000. Untersuchungen des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) haben ergeben, dass sich bei 30 Prozent dieser 230 mm Trennscheibe einzelne Segmente hiervon lösen und so den Nutzer selbst oder auch umstehende Personen verletzen könnten. Der Handel wurde laut Unternehmensleitung umgehend über den Sachverhalt informiert und die potentiell fehlerhaften Produkte aus den Regalen entfernt. Endkunden, die bereits im Besitz einer Diamant-Trennscheibe Classic-Universal Ø 230 mm sind, wird dringend nahegelegt, diese nicht mehr zu verwenden und für einen Austausch gegen mängelfreie Ware an folgende Herstelleradresse zurückzusenden: wolfcraft GmbH, Technical Service, Löhstraße 18, 56745 Weibern.

    Weitere Informationen unter http://www.wolfcraft.de/de/rueckruf.htm

    Stiftung Warentest in Heft test 05/2010: 2-Gang Schlagbohrmaschine von Norma - Bohrfutter schwächelt

    28. Oktober 2010

    “Billige Bohrmaschinen sind oft rausgeschmissenes Geld. Im letzten Test (der Stiftung Warentest) schnitt mehr als die Hälfte der Billigbohrer mangelhaft ab. Norma verkauft diese Woche (KW 43/2010) Schlag­bohr­maschinen für 29,99 Euro. Ob sie besser bohren, prüft der Schnelltest.”

    Das Fazit der Stiftung Warentest:
    “Gemessen am Preis funktioniert die Schlagbohrmaschine von Norma ziemlich gut. Beim Schrauben stört der Nachlauf. Er macht es bei kleinen Schrauben schwer, sie bündig zu versenken – das ist aber typisch für Schlagbohrmaschinen. Einzige wirkliche Funktionsschwäche ist das Bohrfutter. Es hält die Bohrer nicht fest genug, so dass die gewünschte Bohrtiefe nur selten erreicht wird.”

    Hier geht es zum kompletten Test.

    Stiftung Warentest in Heft test 11/2010: Stich- und Handkreissägen: Billig gegen Marke

    22. Oktober 2010

    “Die Chance, im Baumarkt beim Kauf billiger Sägen ein Schnäppchen zu ergattern, ist gering. Das Risiko, schlechte Qualität zu erwischen, dagegen groß. Beim Vergleichstest der Stiftung Warentest (11/2010) von Billigware und teureren Markengeräten erwiesen sich die Billigwerkzeuge als klare Verlierer. Sie kassierten gleich sechsmal das Urteil mangelhaft. Eindeutige Testsieger: hochwertige Markenprodukte von Bosch, Makita und Metabo.”

    Im Test: 7 Handkreis- und 7 Stichsägen; jeweils Beispiele aus dem unteren (25 bis 50 Euro) und höheren (100 bis knapp 300 Euro) Preissegment im Vergleich.

    Hier geht es zum Test.

    RYOBI: Rückruf für Gehrungssäge EMS2431SCL

    12. Oktober 2010

    Aufgrund eines möglichen Herstellungsfehlers ist bei einer geringen Anzahl von Ryobi Gehrungssägen des Modells Nr. EMS2431SCL die Bruchanfälligkeit der oberen Schutzabdeckung des Sägeblattes erhöht.
    Betroffen sind die Gehrungssägen mit den Seriennummern 0208000925 bis 0809003937 sowie 042009003533 bis 092009004037,
    welche zwischen Februar 2008 und März 2010 verkauft wurden.

    RYOBI bittet darum, diese Sägen nicht mehr zu benutzen und sie zur Überprüfung an den Händler zurückzugeben.

    Mehr unter http://www.ryobitools.de/aktuelles/index.php?swf=1

    Ein sehr korrektes Verhalten von RYOBI!

    ARD-Ratgeber “Geld” warnt vor gefährlichem Billig-Werkzeug

    21. September 2010

    In der Sendung vom 18. September 2010 beschäftigte sich der ARD-Ratgeber “Geld” mit gefährlichem Billig-Werkzeug.
    Berichtet wird, wie sich ein Heimwerker beim Holzspalten erheblich verletzt hat. Auch wenn nach Meinung von Gutachtern das Werkzeug nicht richtig angewendet wurde - laut Gesetz muß es auch dann sicher sein.
    Rainer Langelüddecke vom Fachverband Werkzeugindustrie verweist im Interview darauf, daß solch gefährliches Werkzeug leider bei weitem kein Einzelfall ist. Bestätigt wird dies durch Testkäufe des ARD-Teams und Interviews mit Experten vom TÜV und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).
    Das Fazit der Redaktion:
    “Schrott-Werkzeug, damit machen Billiganbieter Millionenumsätze, allerdings zu Lasten der Sicherheit. Geradezu ein Glück, wenn die Sachen schnell kaputtgehen, ohne den Anwender zu verletzen. Meist stammen sie aus Billigproduktionsstätten in Fernost. Die Arbeitsbedingungen spotten jeder Beschreibung. Schon die Herstellung ist für die Arbeiter gefährlich, die Anwendung für die Heimwerker später unter Umständen auch. …
    Deshalb sollte für Verbraucher unbedingt gelten: Nur Produkte von tadelloser Qualität kaufen. Auch wenn sie teuer sind. Es lohnt sich.”
    Weitere Informationen unter:
    http://www.daserste.de/ratgeber/geld_beitrag_dyn~uid,y2k5rot5ni7pzp7a~cm.asp
    Video-Mitschnitt des Beitrags unter:
    http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/5415532?pageId=&moduleId=340418&categoryId=&goto=&show=

    EU-Warnsystem RAPEX: Verkaufsstopp für Güde-Kappsäge

    27. August 2010

    Laut RAPEX, dem EU-Warnsystem der Europäischen Sicherheitsbehörden, wurde eine Kappsäge der Firma Güde nach Unfällen aus dem Markt zurückgerufen.
    Die Säge entspricht nicht der EU-Maschinenrichtlinie und der dafür gültigen Sicherheitsnorm EN 61029 “Sicherheit transportabler motorbetriebener Elektrowerkzeuge”. Ursprung der Säge ist laut RAPEX China.
    Die Meldung wurde von niederländischen Behörden in RAPEX eingestellt. Das betroffene Modell GRK 250/300 wird auch auf der deutschen Internetseite von Güde angeboten - ohne Hinweis auf einen Rückruf bzw. Sicherheitswarnung.

    Stiftung Warentest in Heft test 8/2010: Gartenscheren: Nur die Harten für den Garten

    16. August 2010

    “Solide Gartenscheren haben ihren Preis. Wer Billigprodukte kauft, erlebt damit bei der Gartenarbeit oft wenig Freude: Das Werkzeug kann relativ schnell kaputt gehen. Von den 28 geprüften kleinen Garten- und großen Astscheren war jede dritte nur ausreichend oder gar mangelhaft. test zeigt, welche Schere gut abschneidet.

    Nicht gut abgeschnitten
    Bei den Prüfungen galt das Zeitrafferprinzip: Belastungen, die normalerweise im Verlauf mehrerer Jahre auftreten, simulierte der automatisch betriebene Scherenprüfstand in kürzester Zeit: 6000 Mal musste sich jede einzelne Schere durch Buchenholzstäbe beißen. Mehrere billige Gartenscheren blieben dabei auf der Strecke.

    Schon früh ins Gras gebissen
    So zerbrach der Kunststoffgriff einer kleinen Lidl-Schere sofort, der Alugriff eines bunten Penny-Produkts nach nur wenigen Schnitten. Eine Einhandschere von Lux hielt zwar etwas länger durch, aber nach etwa 400 Schnitten brach auch sie entzwei. Und bei einer kleinen Gardena-Schere verformte sich nach rund 1000 Schnitten der Griff so stark, dass sie nicht mehr zu gebrauchen war.”

    Hier gibt es weitere Informationen:
    http://www.test.de/themen/haus-garten/test/4118616-4118640/